Bildervortrag

So jetzt sind wir schon eine ganze Weile wieder zurück, und zwischen Freunde treffen, Bäume schneiden und Möbel schreinern haben wir auch Zeit gefunden unsere vielen wunderschönen Bilder zu sortieren, und machen am Ostersonntag den 27. März um 16:00 einen Bildervortrag. Der findet in der Aula der Gemeinschaftsschule Althengstett statt. Herzliche Einladung dazu.

Herzliche Einladung zum Bildervortrag

Wir sind wieder zu Hause! Hier noch ein paar Zahlen…

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Verpacken fuer den FLug!

So und jetzt sind wir wieder daheim.   566 Tage waren wir unterwegs. In der Zeit sind wir 19.669 km geradelt, 2820 km getrampt,  8296 km Bus gefahren und 800 km geflogen, sowie ungefaehr 2000 km mit diversen Booten auf verschiedenen Gewaessern herumgeschippert. Ab Suedkolumbien haben die Kilometer mehr und mehr an Bedeutung verloren, wichtig waren viel mehr die Hoehenmeter, die haben wir aber leider nicht mitgeschrieben, nur fuer Peru wissen wir dank andesbybike bescheid, hier sind wir 40.000 Hoehenmeter hochgeradelt. Geschlafen haben wir 80 Naechte bei Warmshowers und Couchsurfing Gastgebern oder im Casa de Ciclista , 27 Naechte bei Zufaelligen Bekanntschaften, die uns eingeladen haben, 26 Naechte auf Campingplaetzen, 23 Naechte bei Freunden von zuhause, 69 Naechte in Hostels, Hotels oder Pensionen und 5 Naechte bei Feuerwehr, Rotkreuzstationen oder der Kirche und 5 Naechte auf dem Boot nach Manaus . Die restlichen 331 Naechte haben wir mehr oder weniger in der Wildnis oder im Strassengraben verbracht. Platten hatten wir ungefaehr 60. Ich habe meinen hinteren Mantel dreimal getauscht, vorne zweimal. Julia hat vorne noch den ersten drauf, und hinten zweimal getauscht. Bremskloetze haben wir je viermal komplett getauscht. Ich habe aber mittlerweise vorne und hinten V-Brakes, weil die Hydraulischen von Magura beide kaputt gegangen sind. Fuer die Anden haben wir uns kleinere Kettenblaetter gekauft, wobei zumindest Julias noch einwandfrei aussieht. Und Julias Tretlager haben wir zweimal getauscht. Insgesamt liefen die Raeder ziemlich wunderbar. (Mehr dazu bei Ausruestung: https://freiheitundfahrtwind.wordpress.com/planung/ausrustung/)Wir sind jeweils zweimal nenneswert vom Rad geflogen, je einmal waren es Auffahrunfaelle, weil der vordere Fahrer unerwartet gebremst hat, und einmal haben wir ganz allein geschafft, Julia auf einer geschotterten Abfahrt, und ich bin in ein ueberflutetes Strassenstueck reingerast. Wir waren jeder 1 mal beim Artzt, da waren wir sehr froh ueber die Auslandskrankeversicherung. Ausserdem waren ich achtmal wegen Parasitentests in Medizinlaboren. Ein paar mal haben wir uns auch selbst diagnostiziert und waren direkt in der Apotheke einkaufen. Verloren haben wir unterwegs 4 Loeffel, ein paar Handschuhe, eine lange Hose, einen Schal, einen Pulli, ein Kapulana(buntes Tuch) ein Oberteil, hat alles Julia gehoert. Ausserdem das Taschenmesser, den grossen Topf und die Kreditkarte, von mir. Dafuer haben wir auch einiges am Strassenrand  gefunden:einen riesigen Lachs (Nicht am Strassenrand, sondern auf der Kanutour), Bananen, einen Loeffel, eine Packung Gummiebaerchen, einen Sixpack Bier, ein T-Shirt, eine Pool-Noodle (als Auto-Abstandhalter), eine Damensporthose, eine Dose Thunfisch und diverses Gemuese ausserdem 20 Bolivianos. Geschenkt bekommen haben wir 120 Dollar, eine Haekeldecke, einen Schal, ganz viel Obst und Gemuesse, Heiligenbildchen, drei T-shirts, einen Atlas. Ausserdem wurden wir bestimmt vierzig mal von netten Menschen zum Essen eingeladen. Zerstoert haben wir beide unsere Hinterrad-Schutzbleche und die Staender. Ausserdem einmal die Kamera zweimal den E-Book-Reader, Klamotten, Schuhe und Taschen muessen immer wider geflickt werden, auch den Zeltreisverschluss mussten wir reparieren lassen. Zum Abschluss wurde uns auch tatsaechlich noch was geklaut: das GPS und zwar bei Uyuni am Salzhotel. Da waren wir vlt. 1 min drin und ein wenig spaeter hab ich gemerkt das es weg ist, bloede Touristen! Gekocht haben wir bis Ecuador fast immer sehr lecker auf dem Holzkocher, nur ab und zu musste wegen Waldbrandgefahr der Gaskocher benutzt werden. Nach Quito wurde uns dann ein prima Benzinkocher mitgebracht (Juwel Sportkocher) da es ab hier eigendlich keine Baeume mehr gab (zu hoch und\oder zu trocken) war der dann taeglich im Einsatz und hat sich super bewaehrt. Ausserdem waren wir besonders in Peru sehr oft sehr lecker in kleinen Restaurant Mittag essen. Nachdem es, besonders in Peru Reiseradlermaessig sehr einssam war, nur ein Radler in drei Monaten, haben wir in Bolivien dann plotzlich wieder jede Menge getroffen. Wir haben in Alaska, Peru und Bolivien beide etwas Gewicht verloren, aber hinterher uns alles recht schnell wieder draufgefuttert 🙂 Hannes fuehlt sich sportlicher als vor der Reise, Julia nicht, jedenfalls kommt man auch langsam und mehr oder weniger ohne sportliche Hoechstleistungen von Alaska nach Brasilien.

Insgesamt freuen wir uns jetzt auch sehr, wieder nach Hause zu kommen, beim kochen keinen Sand ins essen geweht zu bekommen, nicht jeden morgen das ganze Haus auseinander zu bauen und einzupacken, einfach Dinge von ihrem Platz im Regal zu nehmen und nicht alles in allen Taschen suchen zu muessen und natuerlich wieder mit Freunden und Familie zusammenzusein, statt immer nur zu zweit irgendwo in der Pampa zu hocken.

Aber die Reise war auch wunderschoen, wir haben viel gelernt und unglaubliche Gastfreundschaft erfahren. Dafuer spielte es keine Rolle ob die Leute reich oder arm waren, gebildet oder einfache Menschen, so oft wurden wir ohne ein Zoegern in die Haeuser eingeladen, zum uebernachten und oft auch zu einem Essen. Von der “ ihr seit hier fremd, ohne eure Freunde und Familie, da muss sich ja jemand um euch kuemmern“ Haltung, kann sich manch eineR in Deutschland jedenfalls noch ne dicke Scheibe abschneiden! Das hat uns sehr beeindruckt und wir freuen uns schon darauf das weiterzugeben.

Wir hoffen ihr hattet alle ein schoenes Weihnachtsfest und startet gut ins neue Jahr!

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Manaus -unsere letzte Woche!

Ja wir haben uns auf dem Blog schon oft ueber tropische Hitze beschwert, aber hier in Manaus ists nochmal ein Stueck krasser als bisher, neulich abends um acht, also zwei Stunden nach Sonnenuntergang, hatte es 38 Grad. Dafuer sind alle Laeden, Restaurants Autos und das Schlafzimmer von Ney, unserem Couchsurfer, auf ca 15 Grad abgekuehlt, sodass wir beide Schnupfen haben. DSC03101 DSC02984 DSC02949Aber zurueck zum anfang, wir kamen vom Boot, wuehlten uns durch Einkaufsmeuten und fuenfspurige Stadtautobahnen, fanden auch einen Radweg, der leider nur ca zwei kilometer auf unserer Strecke lag, und und standen dann verloren an einer Strassenecke als unds die nette Besitzerin der Bodega de Villa, eines ziemlich schicken Restaurants einlud, doch die Reste ihres Bohnenbueffets zu verspeisen.  Jeden Samstag gibts dort Livemusik und Bohnen, Eine Gruppe beschwipster Freundinnen am Nebentisch hat viele Reste im Bueffet gelassen, und wir lassens uns schmecken. Dann machen wir uns weiter auf die Suche nach der Rua da Paz, die ziemlich schwierig zu finden ist, nicht nur wegen unserer Grotigen Portugiesischen Aussprache, auch weil fast alle Strassen in Manaus vor kurzem Umbennant wurden, und niemand so Recht durchblickt. Als es schon anfaengt dunkel zu werden, treffen wir dann noch Leute gtroffen, die Ney fuer uns anrufen. Waehrend wir auf ihn warten, er kommt uns extra abholen,trinken wir mit den Leuten, einer Grupppe Fuenfizigjahriger Maenner die sich frueher immer Samstags zum kicken getroffen haben, jetzt aber nur noch zusammen Bier trinken. Dann gehts durch den wilden Feierabendverkehr hinter Neys Golf her zu seiner Wohnung. Am naechsten Tag fahren wir zusammen mit Carina und Samer zu Neys Eltern, die auf einem Grossen Grundstuek etwas Auserhalb einen kleine Bach zum Swimmingpool aufgestaut haben, und liegen im Kuelen Wasser, auf dem Weg dahin sehen wir im Baum, ganz nah einen Ara sitzen, da lauft man Tagelang durch den Djungel auf der Suche nach dem schoenen Vogel, DSC02908und findet ihn dann am Stadtrand sitzen.DSC02915

Wir waren auch, das zugeben sehr huebsche Opernhaus besichten, auf dem Markt, der aber nicht so toll war, Souvenirs shoppen, in einem Jungel-Stadtpark mit Forschungszentren fuer Kaimane, Manatis und Riesenotter und am sehr schoenen Ponta Negra Strand. Das alles mit oeffentlichen Verkehrsmitteln, was vorallem mich echt genervt hat. Es ist mega heis, man hat keine Ahnung wo der Bus eigentlich hinfaehrt (keine Fahrplaene und wie schon oefter erwaehnt ist reden eher schwierig), die Fahrer bremsen und beschleunigen abrupt und willkuerlich. Wir mussten also oefter mal auch laengere Strecken laufen, weil der Bus dochnicht dahingefahren ist, wo wir dachten oder wirs einfach vercheckt hatten. Hannes hing einmal mit seinem Bein in der Tuer fest. Es gitb hier shcon echt coole Ecken, aber es sit einfach viel zu heis um was zu machen. So haben wir uns schon mal auf Deutschland vorbereitet und Tatort im Internet angeschaut. Auserdem hatten wir Manaus voellig unterschaetzt, es gibt so 2 Mio Einwohner und ric htig viel Verkehr (Privatautos) , wahrscheinlich ist das Bussystem deshalb so sch….

 

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Mehrfach wurde uns empfohlen doch nach Presidente Figueredo, ca. 107 km noerdlich von Manaus, zu fahren. Dort gibt sehr viele huebsche Wasserfaelle. (Karte zu den Wasserfaellen und  Mehr Infos )Die Chance uns dem Trubel hier zu entziehen liesen wir uns nicht nehmen und sind per Bus hingefahlren. Natuerlich sind die Wasserfaelle auserhalb der Stadt und wir fuhren mit tuerem Taxi zu den Las Lajes Wasserfaellen. Dort sind wir ein wenig im Wald umherspaziert und haben viel gebadet. Am naechsten Tag sind wir per Collectivo zu den Iracema Faellen bzw der Abzweigugn gefahren und dann noch 4 km in der prallen Sonne spaziert. Als wir fast da waren hat uns eine supernette brasiliansiche Familie in ihrem Pick Up mitgenommen. Nach ein paar schoenen Stunden im Wasser, konnten wir mit ihnen auch zureuck in die Stadt fahren. Sie haben usn nohc in ein Fischrestaurant eingeladen uns gehts mal wieder gut! Direkt am Ort gibts auch eine Badestelle, wo wir den nachmittag verbrachten. Abends haben wir den Bus nach Manaus um 5 Minuten verpasst und mussten dann noch 2 Stunden auf den naechsten warten.DSC03080 DSC03091 DSC03093

Im uebrigen steht man hier in BRasilien abartig auf Paesse. Um im Hotel zu uebernachten braucht man seinen Pass. Zum Bustickets kaufen, dann beim Einsteigen in den Bus wieder Tickets und Pass vorzeigen. Dann sitzt man 5 min im Bus,ein Mitarbeiter kommt vorbei kontrolliert nocheinmal Paesse und Tickets und dann beim Aussteigen muss man zwar nicht mehr denn Pass vorzeigen, aber die Tickets wieder abgeben. 4 Kontrollen auf 2 Stunden Busfahrt! Das ist uns sosnt noch nicht passiert.Dann mussten nur noch die Fahrraeder in die Kartons verpackt werden (hat nen Tag gedauert die Kartons zu organisieren!) und all der andre Kram in Saecke gesteckt werden und schon gehts los nach Hause!

Bootsfahrt

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Zusammenfluss von rio Negro und Amazonas

Morgends machen wir uns auf den Weg zum Hafen am Rio Madeira, dem Holzfluss. wegen unseren Mangelhaften Portigiesichkenntnissen ist die wegfindung nicht ganz einfach, (mehrfach wird uns der Weg zur Strase nach Manaus erklaert: wir: ist es weit? er: ja, sehr weit, bla bla bla da uber die Bruecke, blabla dann 200km bis Huamanaita. wir: Aeh Moment mal , wir wollen doch nur zum Boot! er: Ah, na dann da lang) aber schliesslich kommen wir an. Das Boot, die Stenio Araujo liegt am Kai, und faehrt wohl morgen ab nach Manaus. Wir mieten eine Kabiene, ist nicht viel teurer als nur zwei Haengemattenplatze, und wir koennen unseren Kram reintun. Dann haengen wir die Matten an die Pfosten und schauen dem treiben zu. Ausser uns sind noch vier andere Passagiere an Bord, alles aeltere Maenner.DSC02883 Im unteren Deck herrscht reges Treiben, Mehl- und Hueherfuttersaecke werden von Lkws geladen und in die Ladeluken geschleppt. Wir kochen im Hafen, gehen nochmal ins Internet, und verbringen eine gemuetliche Nacht in den Matten. Am naechsten morgen herrscht immer noch reger Ladeverkehr, auch das untere Deck wird vollgestapelt, mit Kartoffelnsaecken und Eierkisten. Ich frage den Capitan, ob ich nochmal Zeit hab, Bier kaufen zu gehen, der lacht und sagt, ja klar wir fahren erst morgen, da gabs wohl ein Missverstaendnis, als wir an Bord gingen. Also kauf ich nicht nur Bier, sondern auch Essen fuer noch nen Tag ein. Gut, das wir auf dem Schiff umsonst wohnen koennen. Am Abfahrtstag schlieslich kommen dann noch ungefahr 50 weiter Passagiere, und es wird eng auf dme Haengemattendeck.DSC02802 Leider muessen wir, weil wir ja die Kabiene haben, unsere Plaetze raeumen. Erst mal stellen wir uns bloede, weil der Typ der uns schon seit Tagen nervt, imme rnur Camerachi, camerachi sagt. Das soll woll heisen wir haben ne Kabine. Er kommandiert schon die ganze Zeit alle LEute umher und sagt ihnen sie duerfen ihre Matten doch nicht so aufhaengen, sonder anders etc. . Wir raeumen das Feld erst als der Kapitaen uns sagt, dass wir sie spaeter wieder an die Seite des Schiffes haengen koennen, jetzt aber nicht weil es sosnt aerger mit der Hafenpolizei gibt. Untern werden noch ein Paar Tonnen Tomaten an Bord genommen (die sind gammelig und stinken), ausserdem einige Motorroller und Papayas und Limonen. Das Boot haengt jetzt so tief im Wasser, das man vom Kai zwei Stufen nach unten steigt. Als wir das erste mal ankamen, gings die noch nach Oben. Schliesslich legen wir dann tatsaechlich ab. Flussabwaerts gehts. Wir duerfen doch wieder unsere Matten an die Reling haengen und koenen auf den Fluss und in den Djungel gucken. Als die Trilerpfeife zum Abendessen pfeifft, stuerzen alle zum unteren Deck, wo ein Tisch mit zwoelf plaetzen steht. Es wird in Schichten gegessen und geht recht hektisch zu, ist aber sehr lecker. Und am Naechsten Tag gehen wir erst mit der dritten Schicht, da isst sichs viel entspannter. Wir lesen halbe Buecher, leider ist unser E-Book-Display kaput,, und man kann von jeder Seite nur die untere Haelfte lesen. Und Gespraeche mit den anderen Passagieren sind eher muehsam, wir merken, wie gut wirs hatten, das wir uns auf der ganzen bisherigen Reise einfach so mit allen unterhalten konnten.DSC02826 DSC02817 Ab und zu tauchen kleine Delfine aus dem braunen Wasser auf, und auch ein par Aras fliegen ueber den Fluss. Im Fahrplan stehen 4 stops auf dem weg, und ich dachte, man koennte da dann vielleicht kurz aussteigen, und ein bisschen Rumlaufen, aber eigendlich sind es gar keien Stopps, es wird nur ein kleines Motorboot mit denen beladen, die aussteigen wollen, bei voller Fahrt wohlgemerkt, werden Taschen und Kinder ueber die Relig gereicht, dann legt das Boot ab, duesst zur Kueste, setzt die Fahrgaeste ab, und duesst zurueck, erinnert ein bisschen an James Bond uns ist ein Highlight auf der sonst eher ereignislosen Fahrt.DSC02838 Nach Dreieinhalb Tagen erreichen wir Manaus, unser Boot legt aus Mangel an Platz am Steg, an einem anderen Boot an, wir reichen unseren kram ueber die beiden Relings, zum Glueck faellt nix in den Fluss, und gehen an Land. Dort ist Vorweihnachtlicher Grosseinkauf, alle Menschen draengen sich in den Innenstadtstrassen zwischen tausend Klamottenlaeden. Hannes macht sich erst mal sehr ueber die Leute lustig, da entdecke ich einen Laden mit Badehosen fuer 3 Euro und Hannes flizt los, sich eine Kaufen. Jetzt sieht er ganz hip aus in seiner Made in Brasil Hose